Mundhygiene wird heute weitgehend immer noch als Kariesprophylaxe gesehen. Dies ist jedoch viel zu kurz gedacht: Prophylaxe muss im ganzen gesehen werden, und da sind parodontale (Zahnfleisch-)Probleme ebenso einzubeziehen wie Auswirkungen oraler Krankheitsmanifestationen auf den Gesamtorganismus.
Schon immer war der Mensch um Mundpflege bemüht, unklar ist bisweilen noch das "Wie". In Gräbern des bronzezeitlichen Ägyptens hat man zerkaute Holzstöckchen gefunden, die man für Vorformen der Zahnbürste hält. Erste eigentliche Zahnbürsten, eine Kombination aus Bambus und Schweineborsten, sind aus dem mittelalterlichen China überliefert. In Europa hingegen bevorzugte man wohl Zahnstocher aus Metall oder Federkiel, lutschte Pastillen oder reinigte sich die Zähne mit einem Schwamm. Zahnpasta wurde in einem Papyrus bereits 1500 v.Chr. namentlich erwähnt. Frühere Zahnpasten und Mundwässer waren hoch abrasiv und nicht selten toxisch. Als man 1912 bei 98 Prozent der Schweizer Rekruten Zahnfäule feststellte wurde man auf das Thema Mundhygiene aufmerksam. 
Eine erste elektrische Zahnbürste wurde bereits 1886 entwickelt. Größere Verbreitung fanden elektrische Zahnbürsten ab den 70ern, da waren sie noch teuer und unzuverlässig. Außerdem waren sie in der Putzleistung der Handzahnbürste klar unterlegen. Die neueste Generation der elektrischen Zahnbürsten, der Ultraschallzahnbürsten, sind der normalen Zahnbürste überlegen. Bei einer  Ultraschall- zahnbürste werden durch  die Ultraschallwirkung Plaque und Zahnstein gelöst, sowie die Mikroorganismen wirksam abgetötet. Federführend sind die Phillips Sonicare Elite, sowie die Oral-B Professional Care.
Bei der Auswahl einer geeigneten Zahnbürste sollte die Zahnbürste generell aus abgerundeten Kunststoffborsten bestehen und nicht aus Naturborsten - auch nicht für den Öko-Freund. Die Naturborsten sind innen hohl und bieten damit einen idealen Schlupfwinkel für Bakterien und Pilze. Außerdem haben sie scharfkantige Borstenenden. Die Kunststoffborsten sind nicht hohl und haben eine abgerundete Oberfläche. Nylon-Borsten sind seit den 30er-Jahren in Europa verfügbar, haben sich aber erst in den 50ern allgemein verbreitet. Das Borstenfeld sollte multitufted angelegt sein, über ein gerades Borstenfeld verfügen und damit maximal 2,5 Zähne bedecken. Daher ist bei Kindern der Borstenkopf kleiner zu wählen als bei Erwachsenen. Der Griff sollte möglichst dick sein damit er gut in der Hand liegt. Die Zahnbürste sollte aus hygienischen Gründen alle 6 Wochen gewechselt werden. Zu viel Druck beim Zähneputzen sollte vermieden werden. Ab 10 N findet eine Traumatisierung der Gingiva statt und es kann zum Zahnfleischschwund kommen. Der Abrieb führt zur Dentinhypersensibilisierung (kalt, warm, sauer). Im  Wechselspiel von Zugspannung an den Zähnen und Erosionen treten keilförmige Defekte am Zahnhals auf.
Die richtigen Putztechniken
Für Erwachsene gilt die Basstechnik. Dabei wird die Zahnbürste im Winkel von 45 Grad zum Zahnfleischrand angestellt. Die Borsten leicht gegen Zähne und Zahnfleisch drücken. Kleine , rüttelnde Hin- und Herbewegungen von einer halben Zahnbreite durchführen, pro Zahnabschnitt mindestens 10  Rüttelbewegungen auszuführen. Danach von Rot nach Weiß auswischen,  bevor die Zahnbürste an neuer Stelle aufgesetzt wird. Zuerst die Außenflächen, dann die Innenflächen und zuletzt die Kauflächen. Mit der Basstechnik werden Zähne, wie auch das Zahnfleisch, geschützt. 
Keilförmige Defekte bzw. die zuerst auftretenden hypersensiblen Zahnhälse werden durch übertriebene horizontalen Putzbewegungen mit verursacht. Zähne putzen und Schuhe putzen unterscheiden sich grundlegend.Ein weiteres beobachtbares Trauma ist die McCallsche Girlande. Diese tritt bei vertikaler Schrubbbewegungen auf. Das Zahnfleisch sieht dabei aus, als wäre es wie ein Teppich zurückgeschoben worden. 
Kinder sollten nach der KAI-Regel putzen. Das heißt erst die Kauflächen, dann die Aussenflächen und zum Schluß die Innenflächen und dabei mit leichtem Druck rütteln.
 
Bausteine zur optimalen Mundhygiene:
Mindestens zweimal tägliche sorgfältige Reinigung der Zähne, sowie einmal am Tag die Reinigung aller Zahnzwischenräume mit Zahnseide und/oder Zahnzwischenraum- bürsten.
Eine ausgewogene und zahnfreundliche Ernährung
Zahnärztliche (kostenlose) Kontrolluntersuchungen, in der Regel zweimal im Jahr
Eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung, eine PZR